§ 27 – Verfahren bei externen Meldungen

(1) Die externe Meldestelle bestätigt den Eingang einer Meldung umgehend, spätestens jedoch sieben Tage nach Eingang der Meldung. Dies gilt nicht, wenn die hinweisgebende Person darauf ausdrücklich verzichtet oder wenn hinreichender Grund zu der Annahme besteht, dass die Eingangsbestätigung den Schutz der Identität der hinweisgebenden Person beeinträchtigen würde.

(2) Die externe Meldestelle prüft die Stichhaltigkeit der Meldung und ergreift angemessen Folgemaßnahmen nach § 28.

(3) Für die Akteneinsicht durch Beteiligte gilt § 29 des Verwaltungsverfahrensgesetzes. 

(4) Die hinweisgebende Person erhält auf ihre Meldung hin innerhalb einer angemessenen Zeit eine Rückmeldung. Diese erfolgt spätestens nach drei Monaten. In Fällen, in denen die Bearbeitung umfangreich ist, beträgt diese Frist sechs Monate. Die Gründe für die Verlängerung der Frist sind der hinweisgebenden Person mitzuteilen. § 17 Absatz 2 Satz 3 und 4 gilt entsprechend. 

(5) Meldungen von besonderer Schwere können vorrangig behandelt werden. Die Fristen des Absatzes 4 für eine Rückmeldung bleiben davon unberührt.